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Diesen Pressebericht veröffentlichte die Münstersche Zeitung am 16.09.2009: MÜNSTER Man hätte Wolfgang Stricker verstanden, wenn er sich anders entschieden hätte. Er stand vor einer Karriere bei Daimler in Berlin. Seit einem Jahr ist er zurück in Münster. In zwei Jahren wird er das Unternehmen seines Vaters alleine führen.
Das Unternehmen bleibt in der Familie: In zwei Jahren wird Wolfgang Stricker seinem Vater Joachim nachfolgen. Joachim Stricker ist jetzt 63 Jahre alt. Er hat angekündigt, noch zwei Jahre zu bleiben. In dieser Zeit wird er das Unternehmen zusammen mit seinem Sohn führen. Zurzeit ist Wolfgang Stricker das sicher ganz lieb, denn nach dem Rekordjahr 2008 ist in diesem Jahr die Wirtschaftskrise auch in dem Unternehmen an der Kleimannbrücke zu spüren. Stricker ist Spezialist für Fördertechnik, Torsysteme und den Handel mit Schläuchen, Armaturen und Arbeitsschutzartikeln.
Einbruch wie nieVor 77 Jahren hat der Großvater Paul H. Stricker das Unternehmen gegründet. Joachim Stricker ist seit 40 Jahren in der Firma. In dieser Zeit habe er so einen Einbruch wie in diesem Jahr nicht erlebt, sagt er. Bislang ist Stricker ohne Kurzarbeit oder Kündigungen ausgekommen. Vier Mitarbeiter, die in den Ruhestand gingen, wurden nicht ersetzt. Das war alles. Jetzt deuten sich bessere Zeiten an. Wolfgang Stricker sagt: „Seit Juli geht es wieder spürbar aufwärts.“
Der 35-Jährige hätte sich sicher eine leichtere Aufgabe aussuchen können. Als Unternehmer wird er die Verantwortung für 120 Mitarbeiter tragen. Er wird Entscheidungen treffen müssen, die unangenehm sind. Aber er wird auch andere Entscheidungen treffen dürfen. Das sieht Stricker als Chance, die er in einem Konzern nicht hätte. Wolfgang Stricker hat Wirtschaftsingenieurwesen studiert, er hat in Berlin gelebt, und es war lange nicht klar, ob er zurückkehren würde. Vor drei Jahren hat er es mit seiner Frau besprochen. Dann zogen sie zusammen mit den beiden Kindern nach Münster.
Dreifache GrößeFür sich selbst hat der junge Chef eine „Agenda 2012“ aufgestellt, die auf seiner Internetseite zu lesen ist. Ein Punkt ist der „Ausbau des Geschäftsbereichs Technischer Handel“. Und dieses Ziel wird er schon Ende des Jahres erreicht haben. Dann wird er einen neuen Shop an der Kleimannbrücke eröffnen. Der Laden ist drei Mal so groß wie der alte. Von Ralf Heimann
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